Nachdem gestrigen Flossenbürger Burglauf stand heute der Eschenbacher Triathlon auf dem Programm. Mit Franz Wolf fuhr ich gegen 11:45 in besagte Ortschaft und meldete mich für den 0,5-23-5 km langen Triathlon nach. Hierbei sagte ich, dass ich in die zweite Startgruppe wollte, denn als nicht so guter Schwimmer, würde ich mich in der Ersten sehr unwohl fühlen und zudem wohl noch von einigen Radfahrern geschluckt werden.
Nach dem obligatorischen Reifendrucküberprüfen und sonstigen Vorbereitungen wie Herrichten des Helmes, Sonnenbrille, Laufschuhe, Radschuhe, Handtuch und dem Getränk, ging es gegen 13:55 Uhr ins warme Nass. Da Neoprenverbot auf Grund der hohen Wassertemperaturen, nämlich ca. 24 Grad, galt, waren die Chancen für alle Athleten gleich. Als die ersten Schwimmer gestartet waren, hatten mein Teamkollege Franz Wolf und ich noch vier Minuten Zeit, ehe es auch für uns losgehen sollte.
Das Wasser war herrlich braun und man sah überhaupt nicht, wohin man eigentlich schwimmen sollte. Nun gut, da ich mir vorgenommen habe, zuerst einmal mit Brust anzufangen, heftete ich mich nach dem Startschuss an die Fersen von Franz und blieb in seinem Wasserschatten, bis ich dann bemerkte, dass wir etwas langsam waren und ich rechts an ihm vorbeizog, jedoch bekam ich dann einen Schlag auf meinen Hinterkopf und legte dieses Vorhaben ad acta. Schwimmer um Schwimmer holten wir ein und nach etwa 350 Meter waren wir schon auf Position 8 in unserer Gruppe.
Ich überlegte mir, ob ich auf Kraul umsteigen sollte, da meine Beine schon etwas schwer waren, als ich dann aber immer näher an die schlechten Schwimmer aus der ersten Gruppe kam, zog ich das Tempo noch einmal an und arbeitete mich weiter nach vorne. Nach 9:38 min kam ich dann knapp vor Franz aus dem Wasser und lag in der roten Gruppe in etwa auf einem 5ten Rang. Der Wechsel war nicht ganz so schnell, aber doch in Ordnung. Sogleich fand ich einige gute Radfahrer, nachdem wir etwa 30 Meter zur Aufsteigezone liefen und noch ein-zwei Schluck Wasser tranken. Mit einem Abstand von circa 7,5 Meter blieb ich hinter zwei anderen Fahrern und dann und wann zog ich auch an ihnen vorbei. Im Großen und Ganzen war die Radrunde recht angenehm und auch Windschattenfahren habe ich nicht wirklich beobachten können, außer natürlich bei den Bergen.
Die Strecke war jetzt nicht sehr eben, jedoch für Oberpfälzer Verhältnisse annehmbar. Ich bemerkte, dass ich gut in der Zeit lag und korrigierte meine Ziel von 1:20 h über 1:15 h in Richtung 1:12:30 h. Nach knapp 41 Minuten kam ich wieder in die Wechselzone und brauchte etwas länger um meinen zweiten Schuh festzuziehen. Noch einmal kurz Wasseraufnahme und ab auf die Laufstrecke. Noch knapp 18 Minuten, um unter 1:10 h zu bleiben. Wie ich irrtürmlicherweise annahm, lag Johannes Breitschaft, Jahrgang 1986 auf einer recht guten Position, jedoch war er vier Minuten vor mir gestartet. Ich sah in auf der Radstrecke, ehe in ein kleines Waldstück einlief. Ich nahm mir zum Ziel, diese vier Minuten gut zu machen und lief die 5 km wie gewohnt recht schnell an. Blöderweise spürte ich nach knapp 500 Metern einen leichten Druck in rechten Waden und drosselte das Tempo ein wenig.
Zum Glück entwickelte sich daraus kein Krampf und ich konnte einigermaßen, später besser, weiterlaufen. Mit dem Zeitziel vor Augen kämpfte ich und holte noch etliche Läufer aus der schwarzen Gruppe ein. Als ich dachte, dass noch 1 km zu laufen wäre und einen Läufer mit dem schwarzen Punkt fragte: „1 km noch, oder?“, meinte dieser, dass es gut 1 km noch wäre, ehe 1,5 km. Dieser Mann sollte sich nicht täuschen, hatte ich nur noch mehr 5 Minuten Zeit für diese 1,5 km, um unter 1:10 h zu bleiben. Leider ging die Strecke dann noch etwas bergauf, ein schleichender Anstieg und so kam ich mit 1:10:40 h und nach Wettkampfuhr 1:10:38 min ins Ziel.
Ich war richtig glücklich mit dieser Zeit, denn so eine gute Radperformance hatte ich schon lange nicht mehr, doch beim Laufen konnte ich nicht mein wahres Potenzial zeigen. Johannes Breitschaft sollte gerade einmal acht Sekunden vor mir ins Ziel gekommen sein, womit ich auch Leben konnte, kam er doch nach knapp über 7 Minuten schon aus der warmen Brühe. Im abschließenden Gesamtranking konnte ich einen guten 11 Platz von 78 Teilnehmern erringen, wobei jedoch eine Frau, Martina Möhwald mit 1:08:05 h selbst den Männern Beine machte und stark mitmischte.
Die Gesamterste, Christian Beyer, benötige lediglich 1:02:39 h für die nicht allzu Triathlonstrecke, die vor allem durch die leicht bergige Radstrecke an Schwierigkeit zunahm. In der Juniorenklasse konnte ich einen ersten Platz erringen und bekam ein T-Shirt ausgehändigt.
Alles in allem ist zu sagen, dass es ein guter Wettkampf für mich war, und ich mit meiner Platzierung zufrieden bin, obwohl natürlich die ersten 9 Plätze schon von starken Athleten besetzt wurden und auch Martina Möhwald ist eine in Bayern sehr bekannte Triathleten, die schon bei größeren Events so manchen männlichen Telnehmer deutlich distanzierte.