Am Samstag war ich zusammen mit Sigi zum dritten mal beim Coburger run&Bike Marathon am Start.
Pünktlich um 17 Uhr war Start, 10 Minuten früher startete ich in einem Pulk von Radfahrern Richtung erstem Wechsel und wartete auf Sigi. Im hinteren Teil des Feldes kam sie dann auch irgendwann angeschnuffelt, wir wollten die Sache ganz entspannt angehen.
Bis ca. km 10 ist es sehr voll auf der Strecke, es ist immer mühsam, nach dem Wechsel mit dem Fahrrad zu seinem Läufer aufzuschliessen. Am Mittwoch vor dem Rennen hatte ich es beim Bahntraining übertrieben, seitdem plagt mich eine Überlastung/Entzündung der linken Achillessehne, war klar, dass es sehr unvernünftig ist, eine Woche vor dem K78 noch Gas zu geben.
Ich lief von Anfang an mit einem leichten Schmerz sehr unrund, nach 1 Minute gings dann aber immer recht gut. Sehr früh, etwa bei km 10 dachte ich, ich sollte die Geschichte abbrechen, es fühlte sich schon richtig schlecht an, andererseits machte es wieder so richtig Spass und ich war richtig gut gut in Form. Sigi ist ja seit Monaten angeschlagen, trainiert im Moment sehr wenig, war aber sehr gut unterwegs.
Wir machten also weiter. Geplant war, dass ich deutlich mehr laufe, ca. 30 km, sie ca. 12 km. Da es ihr gut ging liefen wir immer in etwa gleich lang, alle 6 bis 10 Minuten wechselten wir uns ab. Sie lief wieder die Berge, weil sie das phantastisch macht und ich mit dem Rad besser die Berge hochkomme.
Nach 10 bis 15 Kilometern hatte sich das Feld wieder sortiert, es waren immer die selben 5 bis 10 Teams um uns herum. Ich liess mich ab und zu mit dem Rad weit zurückfallen oder fuhr mal flott 1 km voraus, um zu sehen, was hinter und vor uns so rumläuft.
Diesmal lief es im Gegensatz zum letzten Jahr hinten raus wieder klasse. Am langen heftigen Berg bei km 25 katapultierte uns Sigi ca. 10 Plätze nach vorne, danach waren auf einmal lauter neue Gesichter um uns rum.
Bei km 32 kommt man an Start/Ziel vorbei und es geht auf eine letzte Schleife. Hier zeigt sich, wer noch Reserven hat. Viele brechen ein, wenns einem gut geht geht hier der Spass erst richtig los. Letztes Jahr gehörten wir zu den Einbrechern, diesmal war es richtig geil. Wir arbeiteten uns Platz für Platz nach vorne, schön anzusehen, wie vor allem andere Mixed-Teams noch versuchten gegenzuhalten.
2 km vor dem Ziel hatte ich noch ein letztes Opfer vor mir. Der Kerl sagte seiner Partnerin, dass sie nimmer wechseln und deutete nach hinten. Er wollte den Platz halten, war aber platt. 500 Meter vor dem Ziel lief ich mit viel Reserven an ihm vorbei, lief einen Vorsprung von ca. 30 Metern raus, 200 Meter vor dem Ziel wechselten wir nochmal und Sigi durfte den Rest sprinten, ich kam mit dem Rad kaum hinterher. Das andere Team kam kurz nach uns rein und sah das ganz entspannt, klatschte uns ab.
Unsere Zeit von 3:25:xx war 5 Minuten schneller als 2008, wo wir nicht in Form waren und uns quälten, 12 Minuten langsamer als 2007, wo wir beide in Topform waren. Angesichts der Wehwehchen lief das richtig gut, ich lief mit angezogener Handbremse relativ flott, die Form stimmt. Muskulär null Probleme, auch heute kein Muskelkater, allerdings macht mir die Achillessehne jetzt wirklich Sorgen. Gestern konnte ich nur durch die Gegend humpeln, heute ist es besser.
Ich werde bis zum K78 keinen Schritt mehr laufen, werfe bis dahin erstmals Voltaren ein , vielleicht hilft das ja, die Entzündung wegzubekommen.
Habe fertig.