Hi Mädels und Jungs,
damit man mich nicht für den faulsten hier im Forum hält, auch von mir ein kleiner Laufbericht. Ich hatte mich vor Einigen Wochen zum 30. Münchner Stadtlauf für die Halbmarathonstrecke (21km) angemeldet. Dies passte einfach hervorragend in meinen Trainingsplan (ich möchte gerne beim Köln Marathon starten) und somit sollte es am 29. Juni 2008 losgehen.
Wie ich mit Schrecken lesen musste, jedoch schon sehr früh um 08:00 Uhr Morgens. Ich als bekennender Langschläfer.......na egal. Die Wochen davor waren vom Training her (man kann es ja im km-Spiel sehen) nicht gerade sehr intensiv

was das Laufen anbelangt. Zu viel war im Job und auch privat angesagt, als dass ein ordentliches Training hätte stadtfinden können. Aber gut, drei Einheiten die Woche waren es im Schnitt dann doch und wer nix wagt der nix gewinnt.
Also um 07:40 am Münchner Marienplatz angekommen, mich mit meinen Kollegen Thomas und Klaus getroffen und in die Menge zu den anderen 18000 Startern gestellt. Um 08:07 sollte ich mit dem Pulk die Startlinie überschreiten. Meine beiden Kollegen (vor allem Thomas vorweg) gaben für meine Vorstellungen einwenig zu viel Gas am Anfang, was sehr anstrengend für mich war, da ich viel überholen musste. Doch Thomas zog bald von Dannen und auch Klaus verlor ich bald aus dem Blick, so dass ich auf mich alleine gestellt war.
Die ersten Kilometer lief ich mit einem ca. 05:30er Schnitt, auf alle Fälle zu schnell für meinen Trainingszustand, aber meine Beine wollten nicht langsamer. Bei km 10 war kein Leistungsabbruch zu erkennen, ausser das meine Schuhe einwenig rieben (ich hätte doch mehr als 20km vorher mit den Dingern laufen sollen)

Doch ein Indianer kennt keinen Schmerz und Vielen anderen Läufern ging es viel schlechter. Reihenweise fielen sie um und mussten von den Ersthelfern (zum Glück waren eine Menge von diesen guten Seelen unterwegs) behandelt werden. Ohje, was ist das für ein Sch.... EM-Finaltag, wenn man schon um kurz vor 09:00 Uhr morgens ohnmächtig in den Händen von Ersthelfern liegt? Trotz Bedenken lief ich bei ca. 28 Grad weiter. Schön, dass fast die gesamte Strecke im Englischen Garten im Schatten war.
Zwischen Kilometer 15 und 17 hatte ich einen leichten Durchänger (Durschnittszeit von ca. 06:00), doch das konnte ich bald wieder aufholen, so dass ich mein Ziel, die 2-Stunden-Marke locker knackte. 01:52 hieß es dann zum Schluss und ich war mehr als zufrieden. Trotz defensivem Laufen (ich wusste nicht wie mein Trainingszustand ist), lief ich eine für meine Verhältnisse gute Zeit.
Heute, einen Tag später spür ich gar nix in den Beinen, so dass ich heute eine lockere Trainingseinheit wagen werde.
So long,
Uwe