Es war mit Sicherheit landschaftlich der schönste Lauf, den ich je mitgemacht habe.
Wir fuhren um 7 hier in Egion ab, Monika - ich berichtete, dass meine alte Schulfreundin Monika Lövenich (mehrfache deutsche Marathonmeisterin etc.) mich besucht hat - , mein Sohn (16) und ich. Monika konnte nicht mitlaufen, da sie am Knie verletzt ist und mein Sohn will so lange Distanzen noch nicht laufen.
Also in 1500m Höhe gings los. Es war bewölkt, aber kein Regen, ab und zu Sonne, optimal. Um 11 Startschuss. Zuerst 6 km Asphalt, 1 bergauf, 5 leicht bergab, dann in den Wald, leichte Steigungen und Gefälle, klappte ganz gut, von 6 Frauen war ich die älteste, aber auch an der Spitze. Dann bei km 9 gings nur noch steil bergan, ich zog es vor schnell zu gehen, da ist man im Endeffekt schneller als wenn man läuft und ich wusste, die letzten 1,5 km waren wieder bergan und da wollte ich Kräfte sparen, außerdem sollte es ja mehr Trainingsfunktion als Wettkampffunktion haben, und meine Beine waren ja auch nicht gerade ausgeruht. Also bis km16 lief ich mutterseelenallein durch den Wald, super Aussicht, nur die Höhenluft machte sich bemerkbar, ich musste ganz schön schnaufen. Bei km16 kam von hinten eine junge (so um die 25) Amerikanerin, wir unterhielten uns ein wenig auf Englisch. Nach einer Weile zog sie an und war weg. Die hatte noch jede Menge Reserven. Ich vielleicht auch, aber ich dachte an die letzten 1,5 bergauf. Dann bei km 19 gings wieder auf die Straße und der Anstieg war halb so wild, erst bin ich wieder gegangen, als mit dann aber die ersten Autos der Sportler, die schon in den Ort fuhren entgegenkamen, wollte ich nicht, dass sie mich gehen sehen. Ich riss mich zusammen und schaffte tatsächlich den Berg im Laufschritt. Im Ziel warteten Monika und mein Sohn. Alles super geklappt, ich war auch noch relativ fit, der Blick auch die Uhr schockte mich ein wenig: 2:42, aber es war halt ein BergHM und da ist die Zeit nicht soooo wichtig.
Anschließend gutes Essen und Siegerehrung im nächsten Ort, ein schönes Bergdorf, richtig romantisch. Wir waren 65 Teilnehmer. Ich war die zweite der Frauen und bekam mal wieder meinen Pokal, aber der war verdient, denn es war nicht, weil ich keine Konkurrenz hatte.
Monika wurde als bekannte Sportlerin auch geehrt.
Gruß an alle
und drückt mir die Daumen für meinen ersten M in Athen am 4.11.